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Leben und Lernen

Wir arbeiten daran, dass die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler Folgendes sagen können:

Hier werde ich ernst genommen, hier kann ich lernen und wachsen!

  1. Etwas zu lernen und zu können ist eine wunderbare Erfahrung! Meine Fragen werden beantwortet, meine Ideen und Gedanken ernst genommen, ich komme voran und ich bin stolz, dass ich immer mehr weiß und kann.
  2. Hier wird mir das zugetraut und zugemutet, was ich leisten kann, und diese Leistung wird wertgeschätzt: Die Erwachsenen wissen, wo meine Stärken sind, und fordern mich heraus. Aber sie kennen auch meine schwachen Seiten. Sie gestehen mir zu, dass ich manches noch nicht kann oder weiß, was andere in meinem Alter schon können und wissen, und sie ermutigen mich, an den Schwächen zu arbeiten, ohne dass ich mich minderwertig fühle und schämen muss oder gar ausgegliedert werde.
  3. Ich kann selbst mitentscheiden, was ich erreichen möchte. Die Erwachsenen helfen mir dabei und sagen mir am Ende auch genau, was gut ist und wie ich etwas besser machen kann. Das brauche ich, um zu wissen, woran ich weiter arbeiten muss.
  4. Wenn ich etwas nicht schaffe, was ich erreichen möchte, wird mir geholfen: von den Erwachsenen oder von Kindern, die es können – egal, ob sie so alt wie ich, älter oder jünger sind. Und wenn ich etwas kann oder weiß, was ein anderer noch nicht kann oder weiß, dann helfe ich.
  5. Ich kann das Arbeitstempo selbst bestimmen. Keiner unterbricht mich, wenn ich konzentriert arbeite. Aber ich werde auch nicht zu einer Arbeit gezwungen und nicht dazu, mich zu konzentrieren, wenn ich es gerade nicht kann.
  6. Besonders profitiere ich von „Projekten, bei denen wir über mehrere Wochen zusammen mit jüngeren und älteren Kindern etwas erforschen, anfertigen oder auf die Beine stellen, weil wir gemeinsam versuchen herauszufinden, wie man etwas macht, wie etwas geht oder funktioniert, wie Dinge zusammenhängen. Am Ende des Projekts haben es alle zusammen geschafft, und das ist ein gutes Gemeinschaftsgefühl.
  7. Weil Jugendliche und Erwachsene in der Schule am Nachmittag verschiedene Arbeitsgemeinschaften anbieten, kann man noch mehr erfahren, machen und lernen: Fahrrad reparieren, Gitarre spielen, Fußball trainieren, tanzen, Theater spielen – Dinge, die wir am Vormittag nicht lernen. Von diesen AG-Leitern erfahren wir auch mehr darüber, wie das Leben außerhalb der Schule ist, wenn man erwachsen ist.
  8. Wir sind nicht immer nur in der Schule, sondern gehen auch oft zu anderen Orten, wo wir Interessantes erleben, erfahren, kennen lernen, uns aneignen und üben können.

    Die Schule ist meine Welt, hier kann ich aufleben, mich entfalten und zu mir kommen.
  9. Grenzen und Freiräume werden erklärt und fest vereinbart. Sie ändern und erweitern sich mit meinem Alter.
  10. Die Erwachsenen fragen mich und die anderen Kinder nach unserer Meinung und unseren Ideen, wenn es um Dinge geht, die für uns wichtig sind oder die uns betreffen, und unsere Meinung wird ernst genommen.
  11. Hier gibt es Erwachsene, die mich mögen und schätzen, denen ich vertraue, weil sie mir zuhören, mich ernst nehmen und mich bestärken; die mir aber auch sagen, wenn ich mich falsch verhalte und wie ich es besser machen kann.
  12. Ich brauche keine Angst vor der Schule zu haben, nicht vor Entwertung, Beschämung oder Ausgrenzung durch Lehrkräfte und Erzieher/-innen und auch nicht vor seelischen oder körperlichen Verletzungen durch andere Kinder und Jugendliche.
  13. Es gibt Regeln, die alle kennen – und ich kann mich darauf verlassen, dass Kinder und Erwachsene darauf achten, dass sie eingehalten werden (zum Beispiel, dass wir unsere Kraft aneinander messen dürfen, aber keiner dem anderen absichtlicht wehtun darf).
  14. Wenn ich Energie habe, bekomme ich von den Erwachsenen etwas zu tun, wenn ich erschöpft und müde bin, kann ich mich zurückziehen und ausruhen oder etwas für mich selbst machen.
  15. Es gibt genug Zeit und Orte, wo wir Kinder, ganz für uns, mit anderen Kindern zusammen sein können.
  16. Die Mittagspause ist lang genug, um mich auszutoben, zusammen mit Freunden oder allein etwas zu machen, was Spaß macht, oder mich zurückzuziehen, mich mit meinem Hobby zu beschäftigen, zu lesen, ein Musikinstrument zu spielen oder ein Kunststück einzuüben, am PC zu arbeiten oder miteinander etwas „Richtiges” zu machen – zum Beispiel etwas zu organisieren, was für alle wichtig ist, etwas herzustellen, zu reparieren, zu erfinden.
  17. In der unterrichtsfreien Zeit sind zwar Erwachsene da, die man rufen oder fragen kann, aber wir Kinder können selbst erfinden und entscheiden, was wir machen wollen, wenn es nicht gefährlich, schädlich oder rücksichtslos ist.
  18. Es gibt auf dem Schulgelände und im Schulhaus genug Platz und Gelegenheiten, um mit anderen zu spielen, Sport zu treiben, Kunststücke zu üben oder zu experimentieren. Es stehen Sport- und Spielgeräte zur Verfügung, es gibt Klettermöglichkeiten, Bereiche, in denen man bauen und gestalten kann, aber auch Verstecke, geheime und ruhige Ecken.
  19. Es gibt Bücher, Hefte, Zeitschriften, CDs, die zu meinem Alter passen und die ich evtl. ausleihen kann. Ich kann am Computer arbeiten. Es gibt Material zum Werken, Malen und Gestalten. Für alle Bereiche sind Erwachsene da, die mir helfen, wenn ich Rat und Hilfestellung brauche.
  20. Die Räume sind freundlich, sauber und gepflegt. Es riecht angenehm und es ist in den Arbeitsräumen nicht laut.
  21. Es gibt ein gutes Mittagessen, bei dem sich jeder selbst nimmt, und es gibt immer frisches Obst und etwas zu trinken.

Quelle: In Anlehnung an QUIGS (Qualität in Ganztagsschulen)